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2008
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Vorsperre
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Mittwoch, 16. Juli 2008 (Sächsische Zeitung)
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Die Vorsperre aus der Vogelperspektive. Die Baustellen hier gehen jetzt
alle in die Endphase. Ab Oktober sollen die Sperre und der Tunnel, der
von hier an das untere Ende der Hauptsperre Klingenberg führt,
funktionstüchtig sein. Wenn das ganze System dann den Probebetrieb
besteht, kann kommendes Jahr die Hauptsperre saniert werden.
Foto: Egbert Kamprath
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Endspurt an der Vorsperre Klingenberg Von Franz Herz
Ein
halbes Dutzend Teilbaustellen laufen an der Vorsperre für die Talsperre
Klingenberg. Sie müssen alle bis Oktober fertig werden. „Wir liegen gut
im Zeitplan“, informierte Michael Humbsch, der bei der
Landestalsperrenverwaltung für das Projekt verantwortlich ist. Im
Herbst soll noch der Probebetrieb beginnen. Dann muss sich zeigen, ob
alles bereit ist für die große Sanierung der Talsperre im kommenden
Jahr. Wenn der Hauptschritt bei der Sanierung der Talsperre Klingenberg
beginnt, muss erstens die Vorsperre einen Teil des Trinkwassers für
Dresden liefern und zweitens muss die Umleitung des Weißeritzwassers um
die Hauptsperre funktionieren. An folgenden Punkten wird noch gebaut.
Der Damm ist fertig aufgeschüttet, nur am Überlauf fehlt noch ein
Abschnitt. Hier wird aber kein Damm errichtet. „Da wird jetzt noch eine
Wand betoniert“, sagt Humbsch. Der Überlauf wird wegen seiner Form auch
als Entenschnabel bezeichnet.
An der Ostseite der Vorsperre beginnt der obere Einlauf zum
Hochwasserentlastungsstollen. Er ist fast fertig. Später wird eine
Stahlkonstruktion von 40 Zentimeter Stärke den Stollen nach obenhin
verschließen. Bei leichtem Hochwasser wird sie nach oben gerollt und
lässt das Wasser durch die drei Kilometer lange Röhre an der
Hauptsperre vorbei fließen. Bei schwerem Hochwasser, wenn der ganze
Tunnel voll Wasser läuft, kann das aus technischen Gründen nicht von
oben gesteuert werden, sondern vom Auslauf am unteren Ende.
Der Schieberturm entsteht derzeit. Noch ragt er in die Höhe. Wenn die
Vorsperre erst aufgestaut ist, führt darin eine Treppe zehn Meter in
die Tiefe. In diesem Turm münden die zwei Wasserleitungen, die während
der Leerung der Hauptsperre durch den Stollen die Wasserwerke
Klingenberg und Coschütz mit Rohwasser versorgen.
Oberhalb des Einlaufs wird ein Betriebsgebäude errichtet. „Derzeit
laufen die Arbeiten an dem Fundament dafür“, informiert Humbsch. Von
diesem Haus aus wird später die Vorsperre automatisch überwacht.
Außerdem lässt die Talsperrenverwaltung hier ein Notstromaggregat mit
Gasantrieb einbauen. Dafür wird ein Tank in die Erde vergraben. Es
garantiert die Funktion der Technik auch dann, wenn die Stromversorgung
über die Leitungen ausfallen.
Zwei Betriebsstraßen führen zu den beiden Seiten des Vorsperrendamms.
Die Straße auf der Ostseite liegt so hoch, dass sie auch bei einem
vollen Aufstau der Vorsperre außerhalb des Wassers bleibt. Über sie
erreichen auch die Waldarbeiter ihre Flächen an der Talsperre. Die
Straße auf der Westseite liegt tiefer und kann deswegen überschwemmt
werden (S. Ziffer 7).
Spundwände schützen bisher die Baustelle am Tunneleinlauf vor einer
Überflutung. Sie werden voraussichtlich in zwei Wochen herausgezogen.
Auch die Baustraße, die jetzt mitten im Stauraum der Vorsperre
aufgeschüttet wird, wird bis September wieder abgebaggert. Es geht dann
auch darum, möglichst viel Raum für das Wasser zu schaffen.
Auf der Westseite der Vorsperre verläuft im Normalfall ein Weg am Ufer.
Nächstes Jahr muss die Vorsperre aber Aufgaben der Hauptsperre mit
übernehmen, wenn diese geleert wird. Dann steht das Wasser in der
Vorsperre so hoch wie möglich und der Weg wird in dieser Zeit
überschwemmt. Das kann auch später einmal passieren, wenn ein
Hochwasser kommt.

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SZ vom 18.07.2008

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August
SZ vom 13.08.2008
Vorsperre bald fertig
Klingenberg Die Bauarbeiten an der Vorsperre zur Talsperre
Klingenberg gehen in ihre letzte Phase, informierte Michael Humbsch,
der bei der Landestalsperrenverwaltung für das Projekt verantwortlich
ist. In sechs Wochen sollen alle Arbeiten an der Vorsperre
abgeschlossen sein, sowohl am Damm der Sperre als auch am Einlauf zum
Tunnel, der an der Talsperre entlang führt. (SZ/fh)
SZ vom 29.08.2008
Wilde Weißeritz erwartet Probehochwasser Von Franz Herz
In wenigen Wochen wird die Wilde Weißeritz
randvoll durch Klingenberg und Freital strömen. Das Hochwasser, wird
aber von Menschen verursacht. Es wird einer der Höhepunkte des
Probebetriebs an der Talsperre Klingenberg.
Im September enden die Bauarbeiten an Vorsperre und Tunnel, Mitte
Oktober beginnt der Testbetrieb, informierte Michael Humbsch, der bei
der Landestalsperrenverwaltung (LTV) für die Sanierung der
Klingenberger Sperre verantwortlich ist. Die Vorbereitungen dafür
laufen auf Hochtouren.
Alles, was bis jetzt gebaut ist, muss einwandfrei funktionieren. Wenn
kommendes Jahr die Hauptsperre geleert werden soll, um ihre Mauer zu
sanieren. Dann fällt die Klingenberger Sperre als Reservoir für die
Wasserwerke Dresden-Coschütz und Klingenberg aus. Das Wasser für mehr
als eine halbe Million Leute kommt 2009 aus den Talsperren Lichtenberg
und Lehnmühle sowie aus der Vorsperre. Durch den Tunnel wird es zu den
Wasserwerken geleitet.
„Die Bauarbeiten an der Vorsperre Klingenberg liegen alle im Zeitplan“,
informiert Michael Humbsch. Das heißt, Ende September werden sie
fertig. Kurz danach beginnen die Tests. Zu ihrer Überwachung arbeitet
eine eigens gebildete Probestaukommission mit Fachleuten der
Talsperrenverwaltung und der Landesdirektion, dem bisherigen
Regierungspräsidium. „Es gibt ein genaues Programm mit den einzelnen
Punkten“, sagt Humbsch.
Seit 2002 das erste Mal gefüllt
Zuerst staut die LTV die Vorsperre an. Das wird am 13. Oktober
beginnen, wie Staumeister Andreas Wendt informierte. Voraussichtlich
dauert es 14Tage, bis das Becken gefüllt ist – zum ersten Mal wieder,
seit 2002 die Augustflut den Damm zerstört hat. Die Fachleute wollen
dann auf viele Fragen ihre Antworten. Halten Damm und die Bauwerke
dicht? Bleiben die Böschungen stabil oder setzt sich die Erde irgendwo,
wenn sie durchnässt wird?
Fallen die Antworten so aus, wie es sich die Planer vorstellen, folgt
der nächste Schritt. Die Vorsperre selbst und ihr Überlaufbauwerk
kommen an die Reihe. Die Staumeister lassen in kurzer Zeit einen
Wasserschwall mit 38 Kubikmetern pro Sekunde in die Hauptsperre. An
einem normalen Tag wie dem Dienstag dieser Woche fließen 0,05Kubikmeter
pro Sekunde aus der Talsperre in die Wilde Weißeritz. Der Schwall, der
bei dem Test aus der Vorsperre kommt, ist 760-mal so kräftig.
Bach wird zum Strom
Danach muss erst einmal die Vorsperre wieder aufgefüllt werden, ehe der
Höhepunkt des Testbetriebs beginnt. Bis zu diesem Zeitpunkt merkt
niemand außerhalb der Baustelle etwas von dem laufenden Probebetrieb.
Doch voraussichtlich Anfang November müssen sich die Anlieger der
Wilden Weißeritz auf einige kleine Fluten in dem Fluss einstellen.
Dann wird der Tunnel durchgetestet. Es wird Probeläufe mit halber
Füllung geben. Dann fließen 18Kubikmeter in der Sekunde durch. Aber
einmal ist auch vorgesehen, so viel Wasser strömen zu lassen, wie das
Bett der Weißeritz fassen kann, ohne Schaden anzurichten – das sind
30Kubikmeter in der Sekunde. „Vorher werden alle Anlieger angeschrieben
und informiert“, sagt Humbsch. Die Arbeiten an Baustellen am Fluss
müssen in dieser Zeit eingestellt werden. Und: Das Probehochwasser kann
für nicht Informierte überraschend kommen Zwei Stunden soll der Fluss
randvoll strömen.
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Hier beginnt der Tunnel an der Vorsperre in Klingenberg, darüber entsteht das Betriebsgebäude.
Fotos: Egbert Kamprath
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Sven Clausnitzer (li.) und Henri Köhler vom Metallbau Voigt aus
Reichstädt arbeiten an der Lüftung für den Einlauf zum Tunnel an der
Vorsperre Klingenberg. Während hier die letzten Bauarbeiten ihrem Ende
zu gehen, bereitet die Talsperrenverwaltung den Probebetrieb für die
Vorsperre und den Tunnel an der Talsperre Klingenberg vor. Er beginnt
Mitte Oktober.
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Amtsblatt der Stadt Tharandt 01.10.2008

Die Funktionsproben werden am 04.12. und 09.12.2008 durchgeführt.
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Donnerstag, 2. Oktober 2008 (Sächsische Zeitung)
Die Vorsperre bekommt wieder Wasser Von Franz Herz
Diese
Woche haben die Bauarbeiter die Schalung vom Überlauf an der Vorsperre
zur Talsperre Klingenberg entfernt. Damit ist der komplette Staudamm
fertig, informierte Michael Humbsch, der bei der
Landestalsperrenverwaltung für die Sanierung der Talsperre Klingenberg
verantwortlich ist. Vom 13.Oktober an soll die Vorsperre wieder
aufgestaut werden.
Vorher wird noch das Innere des Staubeckens aufgeräumt. Vieles ist
schon weg. Die Dämme, auf denen in den letzten Jahren die Baufahrzeuge
fuhren, sind abgebaggert. Derzeit schneiden Mitarbeiter der
Landschaftsbaufirma Seiffert aus Oberfrauendorf die Büsche und Kräuter
weg, die sich in den letzten Jahren dort angesiedelt haben. „Wir müssen
die Biomasse entfernen“, sagt Humbsch. Denn die Vorsperre wird ab
kommendem Jahr das Trinkwasserreservoir für Dresden. Da dürfen nicht
irgendwelche Pflanzenreste zurückbleiben und verfaulen. Das würde die
Wasserqualität senken.
Trinkwasservorrat wird gebildet
Dann wird die Vorsperre zum ersten Mal seit dem August 2002, als die
Flut die Staumauer der Vorsperre zerstörte, wieder gefüllt. „Es wird
zwei, drei Tage dauern, bis die normale Stauhöhe erreicht ist“, schätzt
Humbsch. Das Wasser bleibt dann 14 Tage stehen. Fachleute beobachten
die gesamte Umgebung. „Wir müssen wissen, ob alles so funktioniert, wie
wir das geplant haben“, sagt Humbsch. Vermesser werden beispielsweise
am Ufer kontrollieren, ob die Erde sich setzt oder rutscht.
Wenn sich dabei keine Probleme ergeben, wird weiter gestaut auf die
maximale Stauhöhe. Dann ist auch der Weg, der westlich an der Vorsperre
vorbei führt, überschwemmt. Auf diese Höhe wird die Vorsperre in den
Jahren 2009 und 2010 gestaut. In dieser Zeit muss von hier aus Dresden
mit Trinkwasser versorgt werden. Dafür ist genug Vorrat erforderlich.
Funktioniert das alles, läuft das Testprogramm gleich weiter. Dann
werden vor allem die Anlieger der Wilden Weißeritz auch etwas
mitbekommen. Die Staumeister werden den Wasservorrat aus der Vorsperre
nutzen, um den Hochwasserentlastungsstollen zu testen. Wenn die
Wassermassen durch den Tunnel strömen, hat das auch für den Unterlauf
der Wilden Weißeritz ein kurzzeitiges Hochwasser zur Folge.
Test mit Alarmstufe
Darüber hat die Talsperrenverwaltung auch schon die Gemeinden entlang
der Weißeritz informiert. „Wir haben das an die Anlieger im Tal
weitergegeben. Eine Alarmstufe für die Feuerwehr werden wir dann auch
ausrufen“, sagte der Bürgermeister von Dorfhain, Olaf Schwalbe (CDU).
In einem ersten Lauf, der für Ende November/Anfang Dezember geplant
ist, fließen 18Kubikmeter pro Sekunde durch den Stollen. Das ist genau
die Menge, die mit dem oberen Tor noch zu regulieren geht.
Fließt mehr Wasser durch, dann lässt sich das nur noch vom unteren
Tunneltor her mit dem sogenannten Drucksegment steuern. Das wird im
zweiten Lauf getestet, stattfindet, dann mit 30 Kubikmetern in der
Sekunde. „Damit werden wir Hochwasseralarmstufe eins erreichen“, sagt
Humbsch.
Die Bauleute haben danach noch bis zum kommenden Jahr Zeit, weitere
Details zu prüfen und Feinarbeiten zu erledigen. Dann müssen sie aber
fertig sein. Denn alles, was jetzt um die Talsperre Klingenberg herum
gebaut wird, der Entlastungsstollen und die Vorsperre, dient dazu, die
Hauptsperre zu ersetzen, wenn diese für die Sanierung komplett geleert
wird. Und das ist für Herbst 2009 geplant.
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Der Kran hebt die Verschalungen vom Überlaufbauwerk an der Vorsperre Klingenberg weg. Bald beginnt der Einstau.
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Hier wird bald wieder das Wasser der Vorsperre Klingenberg stehen.
Bevor es aber angestaut werden kann, sind Torsten Flemming vom
Oberfrauendorfer Landschaftsbauunternehmen Seiffert und seine Kollegen
mit Motorsense und Säge unterwegs, um das Areal von Gestrüpp,
Sträuchern und Bäumen zu befreien. Weil die Vorsperre auch zur
Trinkwasserversorgung dient, muss der Untergrund vor dem Einstau sauber
sein. Fotos: Egbert Kamprath (2)
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| Vorsperre am 11.10.2008 |
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SZ vom 18.10.2008

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Staumenge ca. 70.000 m³
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November
Montag, 10. November 2008 (Sächsische Zeitung)
Test der Vorsperre Klingenberg läuft ohne Probleme
Klingenberg
Keine
Schwierigkeiten ergab bisher der Probestau der Vorsperre zur Talsperre
Klingenberg. Seit über zwei Wochen steht der Wasserspiegel auf der
normalen Höhe, wie sie für den Dauerbetrieb vorgesehen ist. „Mir sind
bisher keine Probleme zu Ohren gekommen“, sagt Michael Humbsch,
Projektverantwortlicher für die Sanierung der Klingenberger Sperre bei
der Talsperrenverwaltung.
Vermesser kontrollieren die gesamte Umgebung der Sperre, den Damm und
das Überlaufbauwerk, ob sich irgendwo der Boden setzt oder andere
ungeplante Änderungen ergeben. Am heutigen Montag tritt die
Probestaukommission zusammen, wertet die bisherigen Resultate aus und
entscheidet über den Start der zweiten Staustufe.
Bei dieser kommen 200000Kubikmeter Wasser dazu und die Vorsperre wird
randvoll angestaut. Dabei wird auch die Straße auf der Westseite der
Vorsperre überflutet und der Wasserspiegel reicht bis zum
Hochwasserüberlauf. So hoch wird der Wasserstand bei Hochwasser oder im
kommenden Jahr sein, wenn die Hauptsperre völlig geleert wird. Dann
kommt das Rohwasser, welches in Coschütz zu Trinkwasser für Dresden
aufbereitet wird, aus der Vorsperre. (SZ/fh) |
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Bilder vom Vollstau am 16.11.2008 - Staumenge ca. 240.000 m³
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erste Winterimpressionen
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Donnerstag, 27. November 2008 (Sächsische Zeitung)
Nachrichten
Weißeritz wird in den kommenden Tagen voller
Am kommenden Donnerstag müssen Anlieger der Vereinigten Weißeritz mit
einem erhöhten Wasserstand rechnen. In den Tagen zuvor werde der Fluss
schnell ansteigen, kündigte das Umweltamt an. Grund sei ein geplanter
Wasserablass aus der Talsperre Klingenberg. Eine Hochwassergefahr
bestünde zwar nicht. Dennoch sollten Eltern ihre Kinder ermahnen,
vorsichtig zu sein. (SZ)
Freitag, 28. November 2008 (Sächsische Zeitung)

Das neue Stollen-Bauwerk ist fertig Von Regine Schlesinger
und Maik Brückner
Genau
13.25 Uhr war es gestern soweit: Sachsens Umweltmister Frank Kupfer und
die Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois (beide CDU) öffneten per
Knopfdruck das über vier Meter hohe Stahltor am unteren Ende des neuen
Hochwasserentlastungsstollens der Talsperre Klingenberg. Sekunden
später schoss das Wasser aus dem Rohr heraus und landete in der Wilden
Weißeritz. Das kühle Nass stammt aus der Vorsperre.
Wichtiges Wasserreservoir
Im Laufe des kommenden Jahres wird das große Wasserfass für Freital und
Dresden, die Hauptsperre, saniert. „Das ist eine besondere Baustelle“,
sagt Kupfer. Denn diese Talsperre versorgt 375000 Menschen mit Wasser.
Um die Staumauer zu sanieren, muss der Stausee abgelassen werden. Das
Wasser wird dann nur noch aus der wesentlich kleineren Vorsperre
entnommen, in den gestern offiziell in Betrieb gegangenen Stollen
geleitet und via Wilde Weißeritz seinen Weg Richtung Dresden-Coschütz
nehmen. Hier wird das Roh- zu Trinkwasser aufbereitet.
Der parallel zur Talsperre in den Fels getriebene Stollen dient
allerdings nur zeitweise als überdimensionale Wasserleitung. Seine
eigentliche Aufgabe ist es, bei Hochwasser die Talsperre zu entlasten.
Dann kann er bis zu 20000 Kubikmeter Wasser aufnehmen und sicher um das
Stauwerk herumleiten. Dadurch sollen Schäden vermieden werden, wie sie
die Augustflut 2002 angerichtet hat. Mit schweren Stahltoren am Ein-
und Auslauf des Tunnels steuern die Stauwärter den Wasserstrom.
Geplant war die Sanierung der Stauanlage, die dem Hochwasserschutz und
der Stromgewinnung dient, bereits vor der Flutkatastrophe. Danach
mussten die Pläne überarbeitet werden. Nach der Sanierung soll die
Talsperre auch solchen Wassermassen wie denen von 2002 standhalten
können.
Test beginnt im Dezember
Ob der Tunnel seine Funktion erfüllt, wird der Bauherr, die
Landestalsperrenverwaltung (LTV), voraussichtlich ab 4. Dezember
testen. Zu diesem Zweck wird seit Mitte Oktober die bereits sanierte
Vorsperre angestaut. Bei diesem Funktionstest fließen in der Sekunde
bis zu 18 Kubikmeter Wasser aus dem Stollen in den Fluss, Mitte
Dezember sollen es kurzzeitig auch mal 30 Kubikmeter sein, was für ein
kleines Hochwasser sorgt. „Die Anlieger müssen aber nicht mit
Überschwemmungen rechnen“, versichert LTV-Sprecherin Katrin Schöne.
Zwar kann der Pegel der Wilden Weißeritz auf bis zu 1,20 Meter
ansteigen. Das sei aber noch nicht einmal Alarmstufe eins. „Diese
Wassermengen kann das Gewässerbett aufnehmen“, sagt Schöne.
Noch keinen genauen Termin gibt es fürs Ablassen der Hauptsperre.
Anvisiert ist der Herbst 2009. Erst wenn der Stausee leer ist, können
die Bauleute die Mauer der Hauptsperre sanieren. Derzeit sind noch rund
fünf Millionen Kubikmeter Wasser angestaut, zehn Millionen weniger als
üblich.
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Nach dreijähriger Bauzeit floss gestern erstmals Wasser durch den
Hochwasserentlastungsstollen an der Talsperre Klingenberg in das Bett
der Wilden Weißeritz unterhalb der Talsperren-Staumauer. Tunnelpatin
Andrea Dombois und Sachsens Umweltminister Frank Kupfer drückten
gemeinsam auf den Startknopf, der den großen Schieber öffnete. Fotos:
Egbert Kamprath
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Freitag, 28. November 2008 (Sächsische Zeitung)
Bauleute nehmen ihre Arbeit ernst Maik Brückner Von Brueckner.Maik@dd-v.de
über die Fertigstellung
des Stollens an der
Talsperre Klingenberg
Sachsen
hat seine Lehren aus dem Hochwasser 2002 gezogen. An vielen Orten
werden Stützwände erneuert, Rückhaltebecken gebaut oder Talsperren
saniert. Das Vorhaben in Klingenberg ist mit 64 Millionen Euro wohl
eines der größten Projekte. Gestern konnte mit der Inbetriebnahme des
Stollens ein wichtiger Bauabschnitt abgeschlossen werden. Und das wurde
gefeiert. Zu Recht, denn die Bauleute haben eine gute Arbeit
abgeliefert. So gab es während der dreijährigen Bauzeit keine größeren
Pannen, lobte der Chef der Landestalsperrenverwaltung.
Den Bauleuten ist zu wünschen, dass das so bleibt, schließlich leisten
sie eine wichtige Arbeit. Denn die Talsperre sichert nicht nur die
Wasserversorgung in großen Teilen Dresdens und im Ex-Weißeritzkreis ab,
sondern sie soll bei Hochwasser Schutz bieten. Wie ernst die Bauleute
ihren Job nehmen, zeigte sich gestern. Die Feier war noch nicht zu
Ende, da nahm die Baufirma ihre Arbeit schon wieder auf. |
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Dezember
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Montag, 1. Dezember 2008
Erster Härtetest: Probeflutung an Talsperre Klingenberg
Nach
fast drei Jahren Bauzeit soll die Talsperre Klingenberg (Landkreis
Sächsische Schweiz - Osterzgebirge) einem ersten Härtetest unterzogen
werden.
Klingenberg/Pirna
- Die Pegelstände unterhalb der Talsperre sollen am Donnerstag zwischen
7.00 und 18.00 Uhr bis zu 1,20 Meter ansteigen. Für zwei Stunden würden
maximal 18 Kubikmeter Wasser pro Sekunde abgegeben, gleichzeitig
fließen aus der Talsperre Lehnmühle 15 Kubikmeter, teilte die
Landestalsperrenverwaltung am Montag in Pirna mit. Das Flussbett der
Weißeritz könne das Wasser aufnehmen, Überschwemmungen seien nicht zu
erwarten.
Die Probeflutung soll den neuen Hochwasserentlastungsstollen testen. An
der ebenfalls neuen Vorsperre gibt es zudem einen Probestau. Nach
Auswertung aller Ergebnisse werde über weitere Tests entschieden, hieß
es.
Die Talsperre wird seit 2005 umfassend saniert, nachdem sie fast ein
Jahrhundert lang ununterbrochen in Betrieb war. Das Hochwasser im
August 2002 hatte die Hochwasserentlastungsanlage schwer beschädigt und
die Vorsperre zerstört. 2009 soll die Talsperre „abgestaut“ werden, um
Instandsetzungen an der Hauptsperre zu ermöglichen. Die bis bis 2011
dauernden Sanierungsarbeiten kosten 64 Millionen Euro. (dpa)
Freitag, 5. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)
Klingenberg: Vorsperre wird komplett geleert
Klingenberg.
Der Wasserspiegel der Vorsperre der Talsperre Klingenberg sank gestern
beim ersten Belastungstest für den Stollen um 70 Zentimeter. Erst ließ
Staumeister Andreas Wendt fünf, dann neun und schließlich 18 Kubikmeter
Wasser pro Sekunde durch den Stollen fließen. Dies lief ohne Probleme,
wie der Projektverantwortliche bei der Landestalsperrenverwaltung,
Michael Humbsch, informierte. Zwölf Mitarbeiter überwachten den
Testlauf.
Jetzt wird die Vorsperre übers Wochenende komplett geleert. Am Montag
ist eine Begehung der Vorsperre und des gesamten Stollens geplant.
Zeigen sich auch dabei keine Probleme, folgt nächsten Donnerstag der
zweite Test, dann mit deutlich mehr Wasser. 30Kubikmeter pro Sekunde
werden durch den Stollen geschickt. (SZ(fh)
Donnerstag, 11. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)
Test im Tunnel: Weißeritz führt Hochwasser
Klingenberg.
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) startet heute den zweiten
Testlauf für den Hochwasserentlastungstunnel an der Talsperre
Klingenberg. Die heiße Phase des Tests ist zwischen 10 und 12Uhr
geplant. Dann sollen 30 Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch den Tunnel
fließen. Es wird etwa zwei Stunden dauern, bis das Wasser Freital
erreicht, informierte Michael Humbsch, bei der LTV für das Projekt
verantwortlich.
Damit wird in der Weißeritz unterhalb der Talsperre der Wasserspiegel
um einen bis 1,60Meter steigen. Dabei wird die Hochwasseralarmstufe
erreicht. Wanderwege direkt am Ufer können überflutet werden. Um die
nötige Wassermenge in der Vorsperre zu bekommen, wird aus der Talsperre
Lehnmühle zusätzlich Wasser abgegeben. (SZ/fh)



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Freitag, 12. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)
Reißender Strom kommt aus dem Tunnel Von Franz Herz
Zwei
Stunden lang hat die Wilde Weißeritz unterhalb der Talsperre
Klingenberg gestern Hochwasser geführt. Die Staumeister testeten den
neuen Tunnel, der an der Sperre entlang führt, zum zweiten Mal. Ab 10
Uhr ließen die Talsperrenmitarbeiter rund 30Kubikmeter Wasser pro
Sekunde durch die Röhre rauschen. Das ging an die Grenze dessen, was
der Tunnel insgesamt fassen kann.
An die Aktion hatten sich die Verantwortlichen gewagt, nachdem ein
erster Test vergangenen Donnerstag gut verlaufen ist. Damals flossen 18
Kubikmeter Wasser pro Sekunde durch den Tunnel. Dann dauerte die
Auswertung bis Dienstag, wie Michael Humbsch informierte. Er ist bei
der Landestalsperrenverwaltung für die Sanierung der Talsperre
verantwortlich.
Die Vorsperre wurde übers Wochenende völlig geleert. Am Montag gab es
eine Begehung mit Mitarbeitern der Baubetriebe und der
Talsperrenverwaltung. Sie schritten die Vorsperre ab und durch den
Tunnel. Dabei stellten sie fest, dass der erste Test keine Schäden
verursacht hat. „Alle Messwerte während des Probebetriebs lagen in dem
Rahmen, den die Planer vorher gesagt hatten“, informierte Humbsch. Also
gab es grünes Licht für den zweiten Testlauf gestern.
Die Weißeritz schwoll daraufhin mächtig an. Kurz nach 10 Uhr stieg der
Pegel in Klingenberg von 20 Zentimetern binnen Minuten auf 1,50Meter.
Das Geräusch von rollenden Steinen im Flussbett, das viele noch aus
Flutzeiten in Erinnerung haben, war zu hören. Bei Dorfhain überflutete
die Weißeritz eine Wiese. Aber die Wassermenge war so berechnet, dass
keine Schäden auftraten. Von heute an läuft die Auswertung dieser
Proberunde. Das Testprogramm an der Vorsperre und am
Hochwasserentlastungstunnel geht danach weiter bis ins kommende Jahr
hinein. So wird noch die Absperrung von der Vor- zur Hauptsperre
Klingenberg überprüft. „Dafür wäre es günstig, wenn die Sperre gefroren
wäre“, sagte Michael Humbsch.

Hier tost das Wasser aus dem Tunnel an der Talsperre Klingenberg. Jede
Sekunde kommen 30 Kubikmeter angeschossen. Das geht an die Grenze
dessen, was der Tunnel fassen kann. Einige Schaulustige waren gekommen,
um sich dieses Ereignis vor Ort anzusehen. Foto: E. Kamprath
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Freitag, 19. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)
Stollen besteht Test
Über den Probebetrieb an der Talsperre sprach die SZ mit Michael Humbsch von der Talsperrenverwaltung.
Herr Humbsch, was ergab der Probelauf in den letzten zwei Wochen?
Wir sind mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Bauwerke und
Anlagen haben alles gut überstanden und stehen jetzt für den wirklich
harten Einsatz zur Verfügung.
Brachte das Hochwasser in der Weißeritz Schäden?
Auf der ganzen Strecke sind keine ernsten Schäden aufgetreten. Wir
hatten einige kleine Ausspülungen, die werden jetzt repariert. Das war
aber keine Überraschung.
Wie sieht es im Stollen aus?
Dort blieben Äste und Holzstücke liegen, die auch der Rechen nicht
aufgehalten hat. Die räumen unsere Mitarbeiter jetzt raus. Die Wände
sind in Ordnung.
Wie geht es an der Talsperre im Winter weiter?
Die Vorsperre ist jetzt leer. Hier wird noch aufgeräumt. Ab 29.
Dezember wird wieder aufgestaut auf Normalhöhe, und mit diesem
Wasserstand gehen wir in den Winter.
Gespräch: Franz Herz
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Mittwoch, 31. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)
Vorsperre gefüllt
Klingenberg
Die
Vorsperre zur Talsperre Klingenberg hat jetzt wieder ihre normale
Stauhöhe erreicht, wie die Talsperrenmeisterei informierte. Nach den
Probeläufen war die Vorsperre geleert worden, seit vergangener Woche
ist sie wieder aufgestaut. So soll der Wasserstand den Winter über
bleiben. (SZ/fh) |
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